Liquified Gases

Verwertung von verflüssigten Gasen mit Hilfe der Technologie des kontinuierlichen Flusses

6. Oktober 2025 |
F&E | News

🔍 Warum dieses Thema wichtig ist

Im pharmazeutischen Sektor kann der Einsatz von Flüssiggasen (wie Ammoniak, Ethylenoxid oder Schwefeltetrafluorid) erhebliche Vorteile bringen, vom verbesserten Stoffaustausch bis hin zu höherer Sicherheit und Prozessintensivierung. Der effektive Umgang mit diesen Gasen in großem Maßstab und ihre Integration in chemische Prozesse ist jedoch mit einigen Herausforderungen verbunden (z.B. Phasengleichgewichte, Druckkontrolle, Mischen, Wärmeübertragung).

Hier kommt die Technologie des kontinuierlichen Flusses ins Spiel. Durch die Kombination von präziser Flusskontrolle, engen Kanälen und verbessertem Wärmemanagement ermöglichen kontinuierliche Systeme eine bessere Handhabung von Phasenübergängen, konsistentere Reaktionsbedingungen und einen sichereren Betrieb auch unter anspruchsvollen Druck- oder Temperaturregimen. Unser Kollege Strauss hielt auf der kürzlich abgehaltenen CFRT in Prag einen Vortrag mit dem Titel „Utilization of Liquified Gases Using Continuous Flow Technology“ (Nutzung verflüssigter Gase mit kontinuierlicher Durchflusstechnik), um zu unterstreichen, wie kontinuierliche Strategien neue Möglichkeiten für die Chemie mit verflüssigten Gasen erschließen können, z. B. Reaktionen unter überkritischen oder unterkritischen Bedingungen, Verbesserung der Ausbeute oder Selektivität und robuste Skalierung.

 

💡 Relevanz für die Pharmaindustrie

  • Reaktionsintensivierung & Miniaturisierung: Der Wechsel von der Batch- zur Fließreaktion bedeutet oft kürzere Reaktionszeiten, bessere Wärme- und Stoffübertragung und weniger Nebenreaktionen.
  • Grüne Chemie: Verflüssigte Gase weisen oft selbst hervorragende Lösungsmitteleigenschaften auf und können manchmal die Notwendigkeit zusätzlicher Lösungsmittel reduzieren.
  • Skalierbarkeit und Konsistenz: Behördliche Auflagen erfordern eine gleichbleibende Produktqualität. Der kontinuierliche Fluss bietet Reproduzierbarkeit und gleichbleibende Kontrolle, die dazu beitragen können, diese Anforderungen zu erfüllen.
  • Prozesssicherheit: Die Handhabung von unter Druck stehenden Gasen in Chargen kann riskant sein. Kontinuierliche Anlagen mit kleineren Reaktionsvolumina und besserer Kontrolle helfen, einige dieser Risiken zu mindern.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Integration von Flüssiggasen in kontinuierliche Fließprozesse einen großen Schritt nach vorne für die pharmazeutische Produktion bedeutet. Durch die Kombination der einzigartigen Reaktivität und der physikalischen Eigenschaften dieser Gase mit der Präzision und Sicherheit von Fließsystemen kann die Industrie mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und Kontrolle erreichen. Dieser Ansatz verbessert nicht nur die Produktqualität und Prozesssicherheit, sondern eröffnet auch neue Wege für Innovationen in der Synthese und Formulierung und ebnet den Weg für eine flexiblere und umweltfreundlichere pharmazeutische Produktion.